eNorm

Deutsche Gesetze müssen hohen formalen Ansprüchen genügen. eNorm erstellt rechtsförmlich korrekte Texte. Die Bedienung ist so leicht wie Microsoft Word. Bundes- und Landesregierungen nutzen eNorm.

eNorm – eine enorme Vereinfachung

Das umfangreiche „Handbuch der Rechtsförmlichkeit“ ist Grundlage für die Formulierung und Ausgestaltung von Gesetzen und Verordnungen. Strenge rechtsförmliche und redaktionelle Regeln sind verbindlich festgelegt. Aber wer hat schon Zeit und Lust, sich immer mit diesen formalen Vorschriften auseinanderzusetzen? Eine konsistente Formulierung der komplexen Inhalte der geplanten Rechtsvorschrift alleine ist anspruchsvoll genug!


Die Lösung

eNorm hilft dem Legisten (so nennt man die Juristen, die Gesetze und Verordnungen entwerfen), sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Diese Erweiterung von Microsoft Word unterstützt und kontrolliert die Erfassung und Bearbeitung von Gesetzestexten. Automatisch sorgt sie dafür, dass sich keine formalen Fehler einschleichen: Einrückungen und Aufzählungen sind immer konsistent; bei der fachgerechten Gliederung in Artikel, Paragraphen, Absätze usw. wird man vom Werkzeug geführt. Die Regeln des „Handbuchs der Rechtsförmlichkeit“ werden unterstützt und kontrolliert. Jederzeit ist die Überprüfung der Dokumentqualität möglich: Der Sachbearbeiter wird auf konkrete Abweichungen von den Vorschriften hingewiesen, sofern keine automatische Verbesserung durch die Software möglich ist.
Zitierung und Verweise werden auch inhaltlich während der Sachbearbeitung überprüft und im Text manifestiert. Dabei hilft die Anbindung zentraler Rechtsdatenbanken. Die Entwicklung eines Gesetzentwurfs durch verschiedene Gremien wird in Tabellenform gegeneinander gestellt (Synopse) und kann so effektiv verfolgt werden.


Die Kunden

Werden rechtsförmlich korrekte Dokumente schon zu Beginn des gesetzlichen Abstimmungsprozesses erstellt, können alle beteiligten Stellen die Texte später konsistent und medienbruchfrei weiterbearbeiten.
Im Bund ist das Bundesjustizministerium für den Gesetzgebungsprozess und die Verkündung von Gesetzen verantwortlich. Deshalb hat es in enger Abstimmung mit dem Bundestag die Federführung für eNorm auf Seiten der Bundesregierung übernommen. Allen Ministerien steht dadurch ein Ansprechpartner zur Verfügung, der die weitere Entwicklung und Pflege von eNorm koordiniert.
Den Ländern steht jeweils eine leicht angepasste Variante von eNorm zur Verfügung, denn die Ländergesetzgebung verläuft sehr ähnlich. In einigen Ländern wird eNorm aber auch zur Erstellung von Verwaltungsvorschriften und Staatsverträgen eingesetzt.


Projektablauf

Für die Europäische Kommission haben wir bereits seit 1994 das System LegisWrite erstellt und kontinuierlich gepflegt und verbessert. Mit diesem System wird die Europäische Gesetzgebung an vielen tausend Arbeitsplätzen unterstützt. Die formalen Anforderungen der deutschen Gesetzgebung gehen wesentlich über die europäischen Bedürfnisse hinaus, so dass eNorm gegenüber LegisWrite umfangreiche Erweiterungen und wesentliche funktionale Verbesserungen enthält. Seit 2005 wird die Variante für die Bundesministerien und -behörden sowie den Bundestag weiterentwickelt. eNorm-Dokumente werden bei der aktuellen Bundesgesetzgebung weitgehend eingesetzt. 2017 gewann DIaLOGIKa die Neuausschreibung und wird daher auf Entwicklungsseite bis 2021 für die eNorm-Erweiterung bzgl. Benutzerfreundlichkeit und Funktionsspektrum verantwortlich zeichnen.


Zufriedene Stimmen

Unsere Kunden sind vom Nutzen der Einführung von eNorm zur Vereinfachung des Gesetzgebungsprozesses überzeugt:

eNorm bietet eine einheitliche, benutzerfreundliche Unterstützung für die Erstellung von Gesetz- und Verordnungsentwürfen. Dem Legisten stellt eNorm leistungsfähige Funktionen zur Einhaltung zahlreicher redaktioneller und rechtsförmlicher Vorgaben zur Verfügung.

— Andreas Kleingünther, Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Referatsleiter „Informationstechnik im Geschäftsbereich“


Kontext

eNorm/LegisWrite zeigt deutlich, wie weit man Microsoft Word zu einem Textsystem machen kann, das (wie ein XML-Editor) den Anwender dazu führt, klar strukturierte Textinformationen zu bearbeiten. Die erstellten Texte genügen einer fest vorgegebenen Dokumentstruktur (Document Type Definition – DTD) und können deshalb automatisiert weiterverarbeitet werden. Die Übernahme der Daten in Datenbanken (z. B. Juris) ist ebenso einfach möglich wie die Aufbereitung der Texte in Photosatzsystemen und deren automatische Publikation (auch im Internet).


Technik

eNorm basiert – wie auch sein Basissystem LegisWrite – auf Microsoft Word. Über viele Versionen von Word hinweg wurde die Funktionalität erhalten und erweitert – bis zur aktuellen eNorm-Version, die Word 2010 bis Word 2016 und Windows 10 sowie Windows 7 unterstützt.


Haben wir Sie neugierig gemacht?

Gerne unterstützen wir Sie mit unseren Werkzeugen zu Erstellung rechtsförmlich korrekter Texte.

Wolfgang Vogelgesang

Wolfgang Vogelgesang
Leiter Word Automation

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Telefon: +49 (6897) 935-144
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