Gebäude
Firmensitz
Unser Firmensitz befindet sich ca. 5 Gehminuten vom Ortskern Dudweiler, einem in den 70er-Jahren nach Saarbrücken eingemeindeten Stadtbezirk, entfernt.
Aufgrund des wachsenden Mitarbeiterstamms wurden für DIaLOGIKa Anfang der 90er-Jahre größere Büroräume gesucht und eine traditionsreiche neue Betriebsstätte gefunden: das Gebäude des ehemaligen Pascalschachts in Dudweiler. Der Name Puits de Pascal (Pascalschacht) wurde zur Zeit der französischen Verwaltung der saarländischen Gruben vergeben. Mit ihm wurde der bedeutende französische Mathematiker und Informatik-Pionier Blaise Pascal geehrt, der auch der bekannten Programmiersprache Pascal seinen Namen lieh. Gleichzeitig stellt dieser symbolische Übergang von einer jahrhundertealten Traditionsbranche zu einem innovativen Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnik ein gelungenes Beispiel für den Strukturwandel an der Saar dar.
Das Gebäude wurde – unter den kritischen Augen der Denkmalschützer – 1990/91 umgebaut: Es entstanden helle und funktionsgerechte Räume für ein bis maximal fünf Mitarbeiter (keine Großraumbüros). Das besondere Flair des Gebäudes sowie die ruhige Lage am Stadtrand von Saarbrücken lassen uns besonders engagiert und effektiv arbeiten.
Der Pascalschacht gehört zu den ältesten Schachtanlagen des Saarlandes. In dem Gebäude waren früher die Waschkauen für die ein- und ausfahrenden Bergleute untergebracht. Nach der Stilllegung des Schachts im Jahre 1968 wurde das Gebäude durch die Elektroinstandsetzung der Grube Jägersfreude genutzt. Nachfolgend ein kleiner geschichtlicher Abriss:
- 1915
- unter dem Namen Albertschacht als Wetterschacht für die Grube Jägersfreude angehauen
- 1918
- Abteufungsarbeiten eingestellt (wegen Wassereinbruchs aufgrund der stark wasserführenden Buntsandsteinschicht)
- 1922-1924
- mit Hilfe des erstmals im Saarbergbau angewandten Gefrierverfahrens (damals High-Tech) zu Ende geführt
- 1922-1935
- Pascalschacht (Puits de Pascal), von Bergleuten auch Ostschacht genannt (nicht zu verwechseln mit den Ost-Schächten I und II der Grube Dudweiler). Im Zusammenhang mit der Ausweitung des Abbaus im Osten der Grube Jägersfreude entstanden. Ein Teil der Belegschaft fuhr hier ein und aus, daher gab es in unmittelbarer Nähe ein Schlafhaus.
- 1968
- Stilllegung der Grube Jägersfreude und des Pascalschachts
- 1974
- Förderturm abgebaut trotz Bemühungen des Stadtbezirks Dudweiler, Förderanlage als bedeutsames Denkmal unter Denkmalschutz zu stellen (Kostenfrage der Unterhaltung)
- 1975
- Schacht verfüllt
Der Albertschacht, Ostschacht, ab 1922 auch Pascalschacht, wurde nach dem berühmten französischen Mathematiker, Physiker, Theologen und Philosophen Blaise Pascal (19.6.1623 - 19.8.1662) benannt. Hier wurden besondere, neue Verfahren beim Bergbau erstmalig erfunden und erforscht – und somit passt dieses Gebäude hervorragend zu unserer Firmenphilosophie „Wir erfinden Software“.
- Angehauen:
- Erstmalig 1916; zum zweiten Mal am 10. August 1922
- Lage:
- Gemeinde Dudweiler, in der Albertstraße, 2850 m vom Jägersfreude-Schacht III
- Hängebank:
- +230,2 m NN
- Teufe:
- Das Schachttiefste lag bei 5,3 m NN in 224,9 m Teufe. 2. Sohle = + 92,28 m NN; 3. Sohle = + 17,9 m NN
- Querschnitt:
- Rund mit 5 m Durchmesser
- Ausbau:
- Von Hängebank bis 8,7 m Mauerung; von 8,7 m bis 101,3 m Tübbingausbau; von 101,3 bis 224,9 m Mauerung
1917 wurden 14 m abgeteuft und ausgemauert; 1918 weitere 9,5 m abgeteuft und ausgemauert.
Man hatte hier in den oberen Metern stark wasserführenden Buntsandstein. Eine im Buntsandstein aufgefahrene Untersuchungsstrecke war der Grund zum Absaufen des Schachtes. Am 10. August 1922 wurde der Schacht in einer Feier zum zweiten Mal angehauen. Er wurde nach dem Sümpfen im Gefrierverfahren weitergeteuft.
Beim Gefrierverfahren wird der im und um den Schacht liegende Gebirgskörper gefroren und dann ohne das störende Wasser normal abgeteuft. Hierzu wurden am Pascalschacht 21 Bohrlöcher um die Schachtröhre gebohrt, darin Rohre einbetoniert und in diese ständig Kühlflüssigkeit gepumpt. Das Verfahren wurde im Saarbrücker Bergmannskalender 1924 (Seite 24-25) beschrieben. Es war die erste Anwendung des Gefrierverfahrens beim Schachtabteufen im Saarbergbau.
Der Albertschacht war ausziehender Wetterschacht.
Die letzte Fahrt war am 23. Mai 1973 um 6 Uhr 35 Minuten. Danach wurde der Schacht verfüllt und abgedeckt.
(Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung der Dudweiler Geschichtswerkstatt)