InfPort43
Produkt
InfPort43
Mit seiner umfassenden Lösung InfPort43 unterstützt DIaLOGIKa Telekommunikationsanbieter (Carrier) effektiv bei der Erfüllung von gesetzlichen Vorgaben (wie z. B. dem Portierungsdatenaustausch zwischen Carriern bei Servicerufnummern und im Festnetz- und Mobilfunkbereich). Daneben werden Schnittstellen zur Automatisierung von Bestellprozessen bedient (wie z. B. WITA zur Bestellung von Leitungen bei der Deutschen Telekom). Module zur Performance-Steigerung bei betrieblichen Prozessen oder Kosteneinsparung runden das System ab.
Inhaltsverzeichnis
Unser Portfolio für Telekommunikationsanbieter#
Mit den wachsenden Herausforderungen ist auch der Funktionsumfang von InfPort43 in den letzten Jahren stark gestiegen. Inzwischen steht eine umfangreiche Modulbibliothek zur Verfügung, die alle gängigen Verfahren unterstützt, die Sie als Telekommunikationsanbieter bedienen müssen. Die Modularität von InfPort43 ermöglicht es unseren Kunden, sich ein maßgeschneidertes Programmpaket zusammenzustellen.
Solides jahrelanges Know-How#
InfPort43 blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte im produktiven Einsatz bei vielen Carriern zurück. Dabei sind neue Erkenntnisse und die Wünsche unserer Kunden permanent in die Weiterentwicklung des Produktes eingeflossen. Dank unserer langjährigen Mitarbeit in den Gremien (AKNN, VATM, AK S&P) und unserer profunden Kenntnisse des Telekommunikationsmarkts stehen wir unseren Kunden heute mit all unserer fachlichen Expertise gerne auch als Berater zur Verfügung. Im Rahmen eines Software-Pflegevertrages werden alle Spezifikationsänderungen in den verschiedenen Verfahren kostenneutral in der Software umgesetzt. Ein regelmäßiger Releasezyklus (ca. 3–4 Releases pro Jahr) garantiert, dass Sie – auch in der Hinsicht auf die Security – immer auf dem neuesten Stand sind.
Flexibel anpassbar auf Ihre Bedürfnisse#
Das modulare Design von InfPort43 ermöglicht eine flexible Zusammenstellung eines Programmpaketes, das genau die Optionen beinhaltet, die Sie als Kunde benötigen. Sie kaufen also nur das, was Sie wirklich brauchen. Dabei kann das Programmpaket ggf. auch für Ihren Anwendungsfall spezifisch erweitert werden – so bieten wir z. B. in allen Modulen Möglichkeiten für das Reporting oder die Automatisierung an, die – je nach Kundenwunsch – auch ganz speziell für Sie implementiert werden können.
In einem InfPort43-System können mehrere Mandanten angebunden werden. Dabei sind Mandanten üblicherweise Carrier, die in einem bestimmten Verfahren mit einer eigenen Kennung agieren (z. B. Portierungskennungen im Festnetzbereich). Darüber hinaus kann ein Mandant auch beliebig viele Reseller bedienen, d. h. Vertragspartner, die die Endkundenbeziehungen pflegen, aber die Infrastruktur des Mandanten in den jeweiligen Verfahren nutzen. Für die verschiedenen Szenarien stellt InfPort43 Ihnen ein feingranulares Rechtekonzept zur Verfügung, so dass der Zugriff auf das System nach Ihren Wünschen eingeschränkt oder freigegeben werden kann. Zahlreiche Tools zur Prüfung der Datenqualität und ggf. auch zur Datenbereinigung runden das Produkt ab.
Einmal drin, vielfach verwendbar#
InfPort43 bietet verschiedene Schnittstellen an, um die Anwendung mit den internen Frontend- und Backend-Prozessen zu koppeln. Über verschiedene Webservices können viele Operationen, die über die Weboberfläche angeboten werden, auch direkt aus dem Customer-Care-System heraus durchgeführt werden (z. B. Erstellen und Abrufen von Meldungen, Rufnummernvergabe etc.). Über einen Event-Mechanismus ist darüber hinaus eine Alarmierung möglich – das interne System kann somit gezielt über bestimmte Ereignisse informiert werden und darauf geeignet reagieren. Verschiedene Module, die zunächst eigenständig laufen, können über einen Automatisierungsserver miteinander verzahnt werden, so dass der Bearbeitungsaufwand intern minimiert wird. Diverse Dateischnittstellen (z. B. für Massenoperationen) ermöglichen eine einfache und effiziente Kopplung an das interne System. Dabei stellt InfPort43 für verschiedene Verfahren auch Import-Schnittstellen bereit, die über die Weboberfläche bedient und flexibel erweitert werden können.
Alle Hintergrunddienste können über verschiedene Schnittstellen überwacht werden, so dass die Erkennung und Behebung von Fehlersituationen schnell und einfach realisierbar ist (vgl. Monitoring).
Kompetenz und Erfahrung aus einer Hand#
Anbieterwechsel#
Die Kernfunktionalität von InfPort43 besteht in der Unterstützung aller Prozesse im Rahmen des Anbieterwechsels einer Rufnummer (auch wenn das Portfolio daneben heute noch eine Vielzahl weiterer ergänzender Module enthält).
- Für Festnetz-Rufnummern ermöglicht InfPort43 damit die Vorabstimmung über WBCI, die Leitungsbestellung über WITA oder S/PRI sowie den nachgelagerten Portierungsdatenaustausch, wie er vom AKNN verfügt ist.
- Für Dienste-Rufnummern wird der Portierungsdatenaustausch, der von der Bundesnetzagentur spezifiziert ist, unterstützt.
- Bei Mobil-Rufnummern bildet InfPort43 die Kommunikation der Service-Provider im Vorfeld einer Portierung ab und ermöglicht den Abruf der Portierungsdaten von der zMRDB (zentrale Master Routing Datenbank).
Festnetz-Rufnummern#
PDA-Verfahren#
Im Rahmen des PDA-Verfahrens („Portierungsdatenaustausch-Verfahren“) sind teilnehmende Carrier verpflichtet, ihre Portierungsdaten täglich über SFTP mit den anderen Teilnehmern des Verfahrens auszutauschen. InfPort43 bietet eine komplette Implementierung für alle Anforderungen des PDA-Verfahrens an. Portierungsmeldungen können über verschiedene Schnittstellen – z. B. auch automatisiert aus dem internen System heraus – erfasst werden. Neben den Anforderungen der PDA-Spezifikation bietet InfPort43 diverse zusätzliche Features an:
- Überwachung der Vollständigkeit der ausgetauschten Daten
- Monitoring des PDA-Austauschs über die GUI oder eine REST-Schnittstelle
- Auslastungsermittlung pro Vorwahl
- Optionale Prüfung des Ortsnetzbezugs
- Automatische Korrektur in vorgegebenen Fehlersituationen
Rufnummernverwaltung#
Die Rufnummernverwaltung von InfPort43 deckt alle Funktionen ab, die beim Rufnummernmanagement von geografischen Rufnummern erforderlich sind. InfPort43 sorgt dabei automatisch dafür, dass die Vergaberichtlinien der BNetzA eingehalten werden (z. B. Anzahl und Rufnummernlänge je nach Anschlussart). Darüber hinaus wird ein Wechsel der Rufnummernlänge in einem Ortsnetz von InfPort43 automatisch erkannt und bei der Vergabe neuer Rufnummern berücksichtigt.
Rufnummernkontingente können so administriert werden, dass sie möglichst effizient an die Endkunden vergeben werden können. So ist es z. B. möglich, spezielle Kontingente für große Anlagenanschlüsse zu reservieren oder Einzelrufnummern generell so zu vergeben, dass einer Zersplitterung der Kontingente vorgebeugt wird. Spezielle Tools unterstützen Sie bei der Rufnummernbestellung und ermöglichen einen Rufnummern-Forecast, um einer Rufnummernknappheit rechtzeitig vorzubeugen. Im Zusammenspiel mit der Resellerverwaltung ergeben sich viele Möglichkeiten, Ihre Rufnummern effizient verschiedenen Endkunden-Vertragspartnern zur Verfügung zu stellen.
Stammdatenabgleich#
Die Bundesnetzagentur stellt auf einem SFTP-Server die aktuellen Vorwahldaten für den Festnetzbereich sowie die aktuell vergebenen Rufnummernblöcke, die Portierungskennungen und die Kontaktdaten der Carrier bereit. Der Stammdatenabgleich von InfPort43 holt diese Daten ab und pflegt sie in die InfPort43-Datenbank ein, so dass Sie immer auf dem neuesten Stand sind. Dabei auftretende Konfliktsituationen werden transparent behandelt und ggf. alarmiert.
Adressierung Notrufe#
Die Technische Richtlinie Notrufverbindungen (TR Notruf) regelt die technischen Einzelheiten zur Herstellung von Notrufverbindungen und die Bereitstellung von Daten, die zur Standortermittlung notwendig sind.
Für den Festnetzbereich bedeutet das, dass vom Carrier während des Rufaufbaus die notrufbegleitenden Informationen (Standortdaten) in die Setup-Pakete eingefügt werden müssen. Die zuständige Notrufleitstelle wird dabei anhand der Adressdaten bzw. anhand der zugehörigen Geokoordinaten ermittelt. InfPort43 unterstützt verschiedene Schnittstellen für die Geokodierung – auch eigene, interne Schnittstellen können integriert werden.
Für alle Anforderungen der TR-Notruf (Zuordnung von Notrufleitstellen, Übertragung Adressdaten zum Switch, korrekte Behandlung der nomadischen Rufnummern) stellt InfPort43 flexible Lösungen zur Verfügung.
Dabei ist insbesondere die Provisionierung der Notrufdaten in den Switches auf vielfältige Weise möglich. Außer dem Laden von Differenz- oder Gesamtbestandsdateien ist hier auch eine direkte Kommunikation (z. B. über eine REST- oder SOAP-Schnittstelle) mit dem Switch möglich – kundenspezifische Varianten können einfach und flexibel integriert werden.
Jahres- und Halbjahresberichte#
Telekommunikationsanbieter sind verpflichtet, Jahresberichte und Halbjahresmeldungen über ihren Rufnummernbestand an die Bundesnetzagentur zu übermitteln. InfPort43 stellt ein Tool bereit, das diese Berichte gemäß der aktuellen Spezifikation erstellt und überträgt. Dabei werden zusätzliche Reporte erstellt, die auf Fehlersituationen hinweisen und eine Korrektur vor dem Versand ermöglichen.
WITA#
Mit dem WITA-Modul von InfPort43 können Carrier direkt über die WITA-Orderschnittstelle von Telekom verschiedene Vorleistungsprodukte und Dienstleistungen bestellen und verwalten. Die Aufträge und Meldungen werden über die Webservice-Schnittstelle der Telekom ausgetauscht.
Die Anbindung der internen Systeme erfolgt flexibel – die Schnittstelle kann sowohl über die GUI als auch über einen Webservice bedient werden. Über den Event-Mechanismus werden u. a. eingehende Meldungen an interne Systeme weitergeleitet.
Zusätzlich ist es auch möglich, in InfPort43 den WITA-Bestand zu verwalten. Dadurch können Nachfolgeoperationen oder Entstörungen einfach erzeugt werden.
InfPort43 unterstützt die aktuellen WITA-Versionen und die gängigen Produkte wie
- TAL
- SDSL B
- FTTH
- FTTB
- ADSL SA
- VDSL SA
- Not-Connected Aufträge
Auf Wunsch führen wir für Sie den Konformitätstest für einen WITA-Versionswechsel durch und unterstützen Sie auch bei einem Versionswechsel am Umstellungstag.
S/PRI#
S/PRI („Supplier/Partner Requisition Interface“) ist eine standardisierte Bestellschnittstelle, über die Geschäftsprozesse zwischen zwei bzw. drei Providern abgewickelt werden können. Ein Provider tritt dazu in der Rolle des Leistungserbringers, ein anderer Provider in der Rolle des Auftraggebers auf.
InfPort43 bietet eine komplette Implementierung der S/PRI-Schnittstelle an. Sie können hier die Rolle des Auftraggebers, des Leistungserbringers oder beide Rollen einnehmen. Auch hier ist es möglich, interne Systeme über eine Webservice-Schnittstelle und den Event-Mechanismus anzubinden oder die S/PRI-Meldungen über die GUI einzusehen und zu erzeugen.
Über individuelle Automatisierung ist es möglich, die S/PRI-Schnittstelle mit der WITA-Schnittstelle zu koppeln. Hier kann z. B. aus einer eingehenden S/PRI-Bereitstellung eine WITA-Bereitstellung automatisch erzeugt werden. Rückmeldungen aus WITA werden dann in S/PRI weitergegeben.
ESS#
Über ESS („Elektronische Entstörschnittstelle“) können Entstöraufträge für die Produkte TAL, XDSL und FTTx an die Telekom übermittelt werden. Die Ausgangssituation dabei ist, dass ein Provider eine Leitung bei der Telekom über WITA gemietet hat.
InfPort43 bietet eine komplette Implementierung der ESS-Schnittstelle an. Es werden die aktuellen ESS-Installationen unterstützt. Wie bei den anderen Schnittstellen können Sie die Aufträge über die GUI einstellen oder Ihr internes System über einen Webservice anbinden.
Auf Wunsch führen wir für Sie den Konformitätstest für einen ESS-Versionswechsel durch und unterstützen Sie auch bei einem Versionswechsel am Umstellungstag.
In InfPort43 gibt es zusätzlich die Möglichkeit, SLA-Fristüberschreitungen zu prüfen und einen entsprechenden Report für Telekom vorzubereiten.
WBCI#
Die Vorabstimmung einer Portierung im Festnetzbereich wird inzwischen fast durchgängig über das WBCI-Verfahren (WITA Based Carrier Interface) durchgeführt. Der Carrier tritt dabei als abgebender Endkundenpartner (EKP) oder als aufnehmender Endkundenpartner auf. Die Kommunikation mit anderen Endkundenpartnern basiert auf Webservice-Schnittstellen, über die die WBCI-Nachrichten ausgetauscht werden.
InfPort43 unterstützt dabei ebenfalls, dass neben dem Carrier auch verschiedene Reseller als EKP ihre WBCI-Nachrichten über die Schnittstelle austauschen.
Wie bei den anderen Schnittstellen können Sie die Meldungen über die GUI einstellen oder Ihr internes System über einen Webservice anbinden. Außerdem können Meldungen auch über eine Dateischnittstelle eingestellt werden.
Zusätzlich gibt es über den Automatisierungsserver die Möglichkeit, eingehende Voranfragen zu prüfen und direkt abzulehnen, wenn z. B. die Rufnummer nicht bei dem angegebenen EKP geschaltet ist.
Dienste-Rufnummern#
Portierung von Dienste-Rufnummern (PDA-SNP)#
Die Schaltung und Portierung von Service-Rufnummern ist in Deutschland durch eine Spezifikation der Bundesnetzagentur geregelt. InfPort43 bietet eine vollständige Implementierung für alle Anforderungen dieses Verfahrens an. Im Rahmen dieses Verfahrens kommunizieren teilnehmende Carrier mit der Bundesnetzagentur, um die Schaltung, Abschaltung oder Portierung von Rufnummern mitzuteilen. Portierungsmeldungen können über den Webclient, Dateiladeschnittstellen und – falls lizensiert – auch über eine Webservice-Schnittstelle erfasst werden. Der Zuteilungscode einer Schaltung kann optional bei der Erfassung mit überprüft werden. Es wird sichergestellt, dass bei Verwendung des Routing-Moduls (vgl. Automatische Provisionierung der Netzelemente (Switches)) die Provisionierung der Rufnummern in den von der Spezifikation vorgegebenen Schaltfenstern erfolgt.
Poolverwaltung für Dienste-Rufnummern#
Im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben bietet InfPort43 auch die Möglichkeit, Service-Rufnummern im Namen des Carriers zu schalten und intern an Endkunden weiter zu vergeben. Die Rufnummer fällt dann nicht automatisch an die Bundesnetzagentur zurück, wenn sie gekündigt wird.
Mobil-Rufnummern#
zMRDB#
Das Routing von portierten Mobil-Rufnummern ist in Deutschland über eine zentrale Instanz, die sogenannte „zMRDB“ abrufbar. Dabei kann ein Carrier gemäß der Spezifikation in unterschiedlichen Rollen an dem Verfahren teilnehmen. InfPort43 unterstützt aktuell die folgenden Rollen:
- Sonstige Nutzer: lesender Zugriff für die in der Spezifikation genannten Funktionen (Abfrage Gesamtbestand)
- Diensteanbieter: lesender Zugriff für die in der Spezifikation genannten Funktionen
- Netzbetreiber mit direktem Routing: lesender und schreibender Zugriff für die in der Spezifikation genannten Funktionen
InfPort43 bietet eine vollständige Implementierung dieser Spezifikation an, darüber hinaus ist auch die Abfrage einzelner Rufnummern über die Weboberfläche möglich. Die Pflege der mobilen Vorwahlen und Kennungen, für die das offizielle Verfahren keine automatische Schnittstelle ermöglicht, kann im Zusammenspiel mit dem Bulkloader von InfPort43 automatisiert erfolgen.
MNP-SP#
Die Portierung zwischen Diensteanbietern ist in Deutschland durch die Spezifikation Mobile Number Portability/MNP geregelt. InfPort43 unterstützt alle Anforderungen dieser Spezifikation. Portierungsmeldungen können über den Webclient, Dateiladeschnittstellen und – falls lizensiert – auch über eine Webservice-Schnittstelle erfasst werden. Neben den Anforderungen der Spezifikation bietet Ihnen InfPort43 darüber hinaus auch folgende Features:
- Übernahme der bei der Portierung abgestimmten Kundendaten in den Kundenbestand
- Migration der Daten bei Inbetriebnahme in die InfPort43-Tabellen auf Basis einer CSV-Datei
- Erneuter Versand von Nachrichten (z. B. bei temporären Verbindungsproblemen)
- Simulation von Nachrichten bei Verwendung eines Testsystems
Sonstiges#
Kundendatenverwaltung inkl. Unterstützung der DSGVO#
Die Endkundendaten können in InfPort43 verwaltet und mit anderen Einträgen (Rufnummern, Telefonbucheinträge etc.) verknüpft werden. Über verschiedene Schnittstellen wird eine phonetische Suche nach Kundendaten angeboten, um verschiedene Schreibweisen (z.B. bei den Adressen) zu behandeln. InfPort43 unterstützt auch die Verwaltung verschiedener Installationsadressen für größere Geschäftskunden.
Die Kundendaten und ihre Verknüpfungen dienen als Basis für andere Module (z. B. für die TR-Notruf oder auch für die Anbindung an InfBrok90).
Die Kundendaten können über den Webclient, Dateiladeschnittstellen und – falls lizensiert – auch über eine Webservice-Schnittstelle erfasst werden.
Resellerverwaltung#
In einer Instanz von InfPort43 können mehrere Vertragspartner (Reseller) verwaltet werden. Der Reseller kann dabei über die Weboberfläche oder über einen Webservice seine eigenen Einträge (Rufnummern, Kundendaten etc.) verwalten. Ein feingranulares Rechtekonzept stellt sicher, dass ein Reseller nur die für die Bearbeitung erforderlichen Informationen sehen und ändern kann.
Reseller können auch zu Gruppen zusammengefasst werden, die sich z. B. den Zugriff auf Rufnummernkontingente im Festnetzbereich teilen – so ist eine effiziente Verwaltung Ihrer Rufnummern sichergestellt.
Automatische Provisionierung der Netzelemente (Switches)#
Die in InfPort43 enthaltenen Portierungsinformationen können automatisiert zur Provisionierung der Netzelemente verwendet werden. Dazu stellt InfPort43 das Modul STPServer zur Verfügung. Defaultmäßig können aus den Portierungsmeldungen Dateien mit den täglichen Routingänderungen erzeugt werden, die anschließend in die Netzelemente eingelesen werden können. Das Format der Dateiinhalte kann ganz flexibel konfiguriert werden, ebenso ist es möglich, ein umfangreiches Regelwerk zu erstellen, um z. B. ein Least-Cost-Routing zu erstellen.
Weiterhin können Netzelemente ggf. auch über proprietäre Schnittstellen direkt adressiert werden. Dazu wird in Absprache mit dem Kunden eine Erweiterung des STPServers erstellt. Auf diese Weise wurden bereits Projekte zur Anbindung von TITAN, Cirpack oder EWSD mit REST- oder SOAP-Schnittstellen realisiert.
Automatisierungsserver zur Kopplung verschiedener Verfahren#
Es gibt Verfahren im Telekommunikationsumfeld, die per se eigenständig funktionieren (z. B. WITA, S/PRI, WBCI, PDA-Verfahren), aber inhaltlich durchaus in Verbindung zueinanderstehen. Um auch in diesen Fällen eine Automatisierung interner Prozesse zu ermöglichen, bietet InfPort43 einen Automatisierungsserver, der Verfahren gezielt koppeln kann. So ist es z.B. möglich, eine PDA-Meldung automatisch zu erstellen, wenn die WBCI-Voranfrage positiv bestätigt wurde. InfPort43 stellt bereits vordefinierte Kopplungen zur Verfügung – andere Verbindungen können aber auch ganz flexibel auf Basis der Bedürfnisse unserer Kunden entwickelt werden. Dabei können ggf. auch interne Schnittstellen gezielt abgefragt und integriert werden, so dass eine starke Verzahnung mit Ihren internen Prozessen möglich ist.
Monitoring und Alarmierung (Events)#
Natürlich können auch in InfPort43 Fehlersituationen auftreten, die ein rasches Eingreifen erfordern. Dies betrifft sowohl Fehler auf der technischen (Netzwerk- oder Datenbankfehler) als auch auf der fachlichen Ebene (z. B. problematische PDA-Meldungen, die zu einem fehlerhaften Routing führen). Um solche Fehler rasch zu erkennen, sind in InfPort43 verschiedene Werkzeuge integriert. Ein Monitoring der Hintergrunddienste ist in der Webanwendung sichtbar – hier können gezielt auch Subprozesse neu gestartet oder deaktiviert werden. Dieses Monitoring kann über eine REST-Schnittstelle auch direkt von Ihrem internen System aus angesprochen werden. Darüber hinaus werden kritische Fehler in einer speziellen Ansicht hinterlegt und können damit an die passenden Adressaten übermittelt werden.
Auch über Ereignisse, die z. B. über externe Schnittstellen in das System übermittelt werden (z. B. eine neue WBCI-Voranfrage, die eingelesen wurde), kann das interne System gezielt benachrichtigt werden. Dabei unterstützt InfPort43 verschiedene Schnittstellen (Webservice, JMS-Queue, Dateisystem), wobei für jeden Abnehmer individuell eingerichtet werden kann, welche Ereignisse von Interesse sind.
Reporting#
InfPort43 stellt Ihnen verschiedene, flexible Reporting-Möglichkeiten für unterschiedliche Anwendungsfälle bereit. Für nahezu jede Datenbanktabelle ist – bei gegebener Berechtigung – ein Report konfigurierbar, der speziell gefilterte Daten in einem frei definierbaren Format per E-Mail oder SFTP an einen oder mehrere Adressaten überträgt. Dabei kann für jeden Report eine flexible Zeitsteuerung hinterlegt werden, die dafür sorgt, dass die Daten z. B. täglich oder jeweils am 1. eines Monats zugestellt werden.
Neben diesen einfachen Reporten bietet InfPort43 auch komplexere Reporte für spezielle Situationen an. Diese Reporte sind für aufwändige Auswertungen oder spezielle Fehlerszenarien sinnvoll, z. B.
- Übersicht aller geschalteter Rufnummern inkl. der Kundendaten
- Übersicht aller Rufnummern, für die kein passendes Notrufziel ermittelt werden kann
- Abfrage des aktuellen Eigentümers einer Rufnummer
- …
Hier ist jederzeit auch eine Erweiterung für Ihre individuellen Anforderungen möglich, d. h. wir implementieren spezielle Reporte ganz nach Ihren Wünschen.
Bulkloader#
InfPort43 stellt flexible Datei-Ladeschnittstellen bereit, um verschiedene fachliche Daten effizient in das System zu laden. Dabei ist es für einige Verfahren auch möglich, die Daten als CSV-Datei über die Weboberfläche zu laden. Damit können auch Sachbearbeiter, die keinen Zugriff auf den Applikationsserver haben, (bei geeigneter Berechtigung) Massenoperationen ansteuern.
Anbindung einer Clearing-Plattform#
In allen Schnittstellen, bei denen Carrier miteinander kommunizieren und Daten austauschen, können fachliche oder technische Probleme auftreten, die geklärt werden müssen. Der Arbeitskreis Schnittstellen und Prozesse hat den Umgang mit diesen Clearing-Fällen in den vergangenen Jahren in einem sogenannten Clearing-Handbuch spezifiziert. Um das Clearing weiter zu vereinheitlichen, wurde zudem eine Clearing-Plattform spezifiziert. Über diese Plattform können die Clearing-Fälle auf einem abgesicherten Weg (d. h. ohne Verwenden von E-Mails) an die Austauschpartner kommuniziert werden.
InfPort43 stellt ein Modul bereit, über das eine Clearing-Plattform angebunden werden kann. Damit ist es möglich, aus dem jeweiligen Verfahren ein Ticket zu erstellen und an die Plattform zu übermitteln.
Telefonbuch-Verwaltung#
Jeder Kunde eines Telekommunikationsanbieters hat die Möglichkeit, seinen Telefonbucheintrag zu gestalten. Hierbei werden nicht nur die veröffentlichten Daten an sich festgelegt (Rufnummer, Namensbestandteile, Adresse etc.), sondern auch die Auswahl der Medien, über die diese Daten zugreifbar sein sollen.
Für die Veröffentlichung der Telefonbuchdaten gibt es in Deutschland aktuell zwei verschiedene Schnittstellen:
- SOAP-Schnittstelle (betrieben von der Telekom)
- Datei-Schnittstelle (betrieben von verschiedenen anderen Anbietern)
InfPort43 unterstützt beide Schnittstellen, d. h. es kann per Konfiguration gesteuert werden, welche Variante verwendet wird.
Single-Sign-On#
InfPort43 unterstützt im Webclient Single Sign On auf Basis von Open ID Connect (OIDC). Dazu wird die Authentifizierung delegiert an einen Identity Provider. Wenn der Benutzer dort bereits eine gültige Session aufgebaut hat, wird diese Information über ein Token an den InfPort43-Webclient übermittelt. Generell können alle Identity Provider angebunden werden, die OIDC unterstützen.
Schreiben Sie uns unter info@dialogika.de oder rufen Sie uns an +49 6897 935-0
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann lassen Sie uns gemeinsam effektive Lösungen erfinden und spannende Produkte und Projekte umsetzen.
Über uns
DIaLOGIKa GmbH realisiert Softwarelösungen nach Maß für nationale und internationale Kunden. Der Fokus unserer Arbeit liegt auf den Innovationsfeldern Telekommunikation, Auskunftsverfahren, Document Life Cycle, Digital Security, Embedded Systems, Green Mobility und Safeguards.